Forum Langenargen - Meinungen 2023/24

Immer wieder taucht die Frage auf, ob Langenargen für einen mehrtägigen Blackout gewappnet ist. (16.03.2026)

Bereits im Juli 2023 gab es einen  Briefwechsel mit der Gemeinde wegen Vorsorgemaßnamen bei einem mehrtägigen Blackout.
Es wurde erwähnt, dass im Rathaus für die Bürger entsprechende Broschüren des Bundes auslägen.
Bei mehreren Kontollen über fast 2 Jahre wurde nicht ein Einzige gefunden. Es ist absurd,zu glauben  ,dass tausende 
Bürger im Notfall zum Rathaus eilen. Es ist auch bisher keine Versammlungsstelle bekannt
 
Samstag, 08. Juli.2023
 
seit mehreren Wochen  versuchte ich zu erfahren, wie die Gemeinde auf einen Katastrophenfall vorbereitet ist , dabei ging es mir vor allem um einen Stromblackout.  . Ich weise darauf hin, dass ich Jahre lang Kreisverbandsarzt beim Rote Kreuz war und an drei Kreiskatastrophenübungen teilgenommen habe. .Zurzeit gibt es diesbezüglich ursächlich mehrere Möglichkeiten zb . immer häufiger werdende politische Cyberangriffe   und Hackerangriffe, Sonnenstürme, Überschwemmungen und Erdbeben ( vor einigen Tagen in Singen :Stärke 3,2. Vor einigen Jahren gab es im Münsterland eine fünftägige Unterbrechung , nicht zu vergessen und noch schlimmer die Ahrtalüberschwemmung. Es ist naiv, so etwas zu beschönigen oder sogar zu leugnen.
Die Antworten kamen nur schrittweise und sehr verhalten, zum Teil auch nicht korrekt. Nachdem Ich jetzt nochmal gezielt nachgehakt habe, bekam ich lediglich die längst bekannten selbstverständlichen Hinweise auf die Eigenverantwortung der Bürger. Viele wissen dank Pressehinweisen und TV Hinweisen längst Bescheid . Das bringt aber überhaupt nichts, wenn die Kommunen nicht ihrer Verantwortung gerechet werden, denn die Bürger sind für das Erste auf Wasser, Strom, Gas und Abwasserentsorgung angewiesen. Im Katastrophenfall werden der Kreis und die Kommunen koordiniert, wobei natürlich vorausgesetzt wird , dass die  Kommunen entsprechend mit ihrer Infrastuktur vorbereitet sind und entsprechende Grundlagen schaffen.So muss selbstverständlich Treibstoff für die entsprechende Zahl Generatoren für mehrere Tage bevorratet werden Es müssen in LA mindestens 6 Generatoren vorhanden sein. Bei einer kreisumspannenden Katastrophe mit mehreren Kommunen kann der Kreis keine zusätzlichen Hilfen zur Verfügung stellen.Als ich nach dem Wasser fragte, wurde ich zu meinem   Erstaunen auf das Bodeseewasser hingewiesen Ich möchte mir ersparen, alle möglichen Krankheitserreger aufzuzählen.( zuletzt Vogelgrippe und Entenflöhe und kontaminierter Algenschlamm). Sollten die Kläranlagen ausfallen , ergießen sich zusätzlich Fäkalien in den See . Nach wie vor steht die Frage im Raum , wer das Wasser liefert und wer für den Strom verantwortlich ist. Bezüglich der Stromversorgung verwies die Gemeinde Sie auf das Regionalwerk, was entschieden von dort zurückgewiesen wurde. Was nun ???   Die Wasserversorgung kommt offensichtlich vom Zweckverband Unteres Schussental . Meine Frage, ob in der Nähe Trinkwasserbrunnen seien, wurde verneint. Inzwischen weiß ich aber, dass es einen Horizontalfilterbrunnen in der Nähe der ehmaligen Ruessmühle und im Argendelta  zwei Brunnen gibt  Alle benötigen 3 Pumpen , die wiederum auf Strom angewiesen sind.  Diese Pumpen benötigen große Generatoren mit sehr viel Treibstoff. Desgleichen gilt für das Abwasser und die Kläranlage ,Die Breitbandkabelverbindung vom Bauhof zum Rathaus ist   ebenfalls auf Strom angewiesen .
Mein Kollege General Kambhu, Leiter des Katastrophenschutze in Chingmai (Thailand) arbeitet mit Satellitentelefonen gespeist mit Minigeneratoren und Funkgeräten, letztes Jahr sogar mit Drohnen. 
 
Nach mehreren Wochen Schriftverkehr ist mir klargeworden, dass Langenargen ungenügend auf eine plötzliche Katastrophe vorbereitet ist und es vorzieht, die Verantwortung auf die Bürger abzuwälzen. Zuletzt noch ein Hinweis :Angeblich sei eine" Planung bei Teilverlust oder Verlust der Infrastruktur durch Ersatzmassnahmen nicht fassbar und darlegbar." Konsequenterweise wären Katastrophenpläne dann sinnlos.Es wurde auch behauptet, dass Katastrophenpläne für die Bevölkerung nicht einsehbar wäre . Ein Blick ins Internet sagt was Anderes.