Ohne Abrüstung kein Klimaschutz, ohne Frieden keine Zukunft! | 04.09.2026
Das Essener Friedensforum sieht im Friedensengagement auch Klimaschutz. Die ökolo-
gischen Zukunftsgefährdungen verlangen nach einem Zusammenwirken der Ökologie -,
der Friedens- und weiterer sozialer Bewegungen. Die Erderwärmung gefährdet in der
Folge von Hitzewellen, Dürren und Extremwetterereignissen die Nahrungsmittelsicherheit.
Das Abschmelzen des Grönland-Eises und weiterer Regionen einst ‚ewigen Eises‘, das
Auftauen von Permafrostgebieten, der Anstieg des Meeresspiegels, dem Auftauen von
Küstenregionen und Inselstaaten zum Opfer fallen, all das ist Resultat der Erderwärmung.
Die Eisschmelze in Gletscherregionen bedroht die Trinkwasserversorgung ganzer
Regionen in allen Erdteilen.
Die Einbrüche in der Biodiversität gefährden am Ende der Kette auch den Menschen.
Wasserknappheit und Verlust an fruchtbaren Böden sowie die ungleiche Verteilung von
Zugängen zu sicherer Energie, all das kann Spannungen innerhalb der und zwischen
den Gesellschaften steigen. Soziale Konflikte können eskalieren, wenn Superreiche
mehr Zugang zu lebenserhaltenden Ressourcen finden, weil sie mehr bezahlen können.
Gewaltkonflikte und Kriege sind die Folge.
Der Militärsektor ist eine wesentliche Ursache für die drohende ökologische Katastrophe:
„Um die Erderhitzung auf 1,5 bis maximal 2 Grad zu begrenzen, müssten die weltweiten
Treibhausgasemissionen laut Pariser Abkommen bis 2030 halbiert werden. Ein neuer
Attac-Bericht zeigt, dass das globale Wettrüsten diese Klimaziele unerreichbar macht.
Nach Attac-Berechnungen betrugen die globalen Emissionen des Militärs in 2025 … ca.
8 Prozent der globalen Emissionen. Steigen die Militärausgaben weiter … an, würden
die weltweiten Heere 2030 etwa 25 Prozent der dann maximal erlaubten Gesamt-
emissionen beanspruchen. Selbst ernsthafte Emissionsminderungen in Industrie,
Verkehr oder Energie würden also durch den stark wachsenden militärischen Sektor
zunichte gemacht werden.“ Rüstung ist das Gegenteil von Sicherheit.
Die Milliarden, die die Aufrüstung auf bis zu fünf Prozent der gesamtwirtschaftlichen
Leistung verschlingt, gehen auf Kosten des Sozialstaats, der Kultur, Bildung,
Gesundheit, Infrastruktur sowie der Entwicklungshilfe.
Die Antwort auf all das ist eine konsequente Friedenspolitik, die Einhaltung des inter-
nationalen Rechts, eine globale Kooperation der Staaten der UNO zur Bewältigung der
sich auftürmenden Gefahren. Eine Politik der Eskalation von Spannungen, wie sie die
auf Konfrontation ausgerichtete Politik der Abschreckung bedeutet, untergräbt die
Sicherheit der Existenzbedingungen der Menschheit. Sie tut das unter dem schein-
heiligen Begriff der Sicherheitspolitik, der so verlogen ist, wie der Begriff ‚Atomschirm‘.
Die Militärlobby gaukelt uns vor, dass die Rüstung ein Jobmotor ist, doch Rüstung
steigert Arbeitslosigkeit, da die Rüstung der am weitesten technisierte und damit auch
automatisierte Bereich der Wirtschaft ist. Es geht hier vor allem um die Rendite solcher
Konzerne wie Rheinmetall.
Das Zusammenwirken der Friedensbewegung mit der Ökologiebewegung, mit dem
DGB, mit den alternativen Bewegungen für die Solidarität mit Staaten, die in der Folge
des Kolonialismus besonders leiden, der Menschenrechtsorganisationen, … diese
Kooperation ist der Schlüssel zur Überwindung der Zerstörung der Existenzgrundlagen
der Menschheit und der Bevölkerung in den einzelnen Staaten. Eine Politik des Friedens,
der Abrüstung, Diplomatie und Verständigung ist zudem auch ein Schlüssel im
antifaschistischen Ringen um eine solidarische Gesellschaft. Krisenopfer wählen aus
Enttäuschung über die etablierten Parteien Nazis. Das große Bündnis für die Abwendung
der Zukunftsgefährdungen ist die beste Antwort auf die uns bewegenden Gefahren.
Das Essener Friedensforum engagiert sich mit Euch für Nachhaltigkeit in der Energie-
Politik, der Verkehrs- und in der umfassend verstandenen Industriepolitik . Ohne
Frieden keine Zukunft. Ohne Abrüstung kein Klimaschutz. Aus unserem Wissen
um die Gefahren entspringt unser gemeinsames Engagement, unsere Motivation.
Quelle: Pressemitteilung.DGB. Essener Friedensforum.