Forum Langenargen

Kandidaten für unser Schwarzbuch | Der Steuerwächter | 23.09.2026

Liebe Leserin, lieber Leser,
mehr Sicherheit, mehr Wachstum, mehr Unabhängigkeit: Die Ziele, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union formuliert hat, klingen richtig. Doch gute Ziele allein reichen nicht. Entscheidend ist, ob die angekündigten Maßnahmen tatsächlich wirken – und bei Bürgern und Unternehmen ankommen.

17 Milliarden Euro weniger Bürokratiekosten wären ein starkes Signal. Aber nur, wenn neue Vorschriften diese Entlastung nicht gleich wieder auffressen. Auch Europas Wettbewerbsfähigkeit lässt sich nicht mit zusätzlichen Steuern, Abgaben und Auflagen stärken. Und neue Aufgaben dürfen nicht automatisch einen größeren EU-Haushalt, neue Schulden und immer neue Einnahmequellen bedeuten.

Bevor mehr Geld gefordert wird, müssen bestehende Programme überprüft, Prioritäten gesetzt und private Investitionen erleichtert werden. Unser Appell ist deshalb klar: Europa braucht nicht einfach mehr Geld. Europa muss mit dem vorhandenen Geld besser wirtschaften.

Dieser Grundsatz gilt in Brüssel ebenso wie hierzulande. Wie dringend er ist, zeigt unser neues Schwarzbuch 2026/27: 100 Fälle quer durch Deutschland machen sichtbar, dass Geld ausgeben allein einfach nicht reicht. Der sorgsame Umgang damit ist die Politik allen Steuerzahlern schuldig.

Falls Sie Ihr Exemplar noch nicht bestellt haben, ist jetzt die Gelegenheit: Bestellen Sie das neue Schwarzbuch kostenfrei vor – und erfahren Sie, was hinter den Fällen steckt und was künftig besser laufen muss.
Ihr Team vom Bund der Steuerzahler

Jetzt sind die Mülleimer selbst reif für die Tonne
Diese Mülleimer haben geschafft, wovon andere nur träumen: Sie bekamen einen eigenen Schmähsong, sorgten für politischen Wirbel und landeten sogar im Schwarzbuch. Mehr als 54.000 Euro gab Leverkusen vor rund zehn Jahren für 30 Designertonnen des Modells „Toluca“ aus.
Schick waren sie, nur für ein langes Leben auf der Straße offenbar nicht gemacht. Zehn Standorte wurden wegen irreparabler Schäden und Korrosion bereits abgebaut. Nun werden auch die übrigen „Tolucas" nach und nach ersetzt. Und damit früher als geplant und noch bevor sie vollständig abgeschrieben sind. Immerhin hat die Stadt dazugelernt. Das neue Modell soll günstiger und hoffentlich robuster sein.
Diese Fortsetzung der Leverkusener Tonnengeschichte steht nicht im neuen Schwarzbuch. 100 andere Fälle schon – manche kurios, viele ärgerlich und einige zunächst unglaublich.

Eine Billion neue Schulden – und wer zahlt die Zinsen?
Die Bundesregierung hält an ihrer Schuldenoffensive nicht nur fest, sie legt noch einmal nach. Zwischen 2026 und 2030 sollen sich die neuen Kredite des Bundes und seiner Sondervermögen auf mehr als eine Billion Euro summieren. Dazu kommen bis zum Ende des Jahrzehnts fast 300 Milliarden Euro an Zinsausgaben.
Die Folgen lassen sich auf unserer Schuldenuhr ablesen: Schon 2027 dürfte die deutsche Staatsverschuldung die Marke von drei Billionen Euro überschreiten, 2030 könnten es bereits vier Billionen Euro sein. Gleichzeitig würden die staatlichen Zinsausgaben von derzeit rund 1.600 Euro auf etwa 3.500 Euro steigen – pro Sekunde.
Besonders alarmierend: Ab 2028 reichen die Steuereinnahmen des Bundes rechnerisch nicht mehr aus, um allein die drei großen Ausgabenblöcke Arbeit und Soziales, Verteidigung und Zinsen zu finanzieren. Trotzdem wächst die Bundesverwaltung weiter. Bis 2027 soll sie auf mehr als 310.000 Stellen anwachsen. Das sind rund 12.300 Stellen mehr als beim Amtsantritt der Regierung.

Jetzt ist der Bundestag gefragt: Er muss die Ausgaben begrenzen, Prioritäten setzen und die Neuverschuldung zurückführen. Warum sonst die finanzielle Handlungsfähigkeit des Staates auf dem Spiel steht, lesen Sie ausführlich in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins DER STEUERZAHLER. Bestellen Sie hier Ihr kostenfreies Probeexemplar.

Das 100.000-Euro-Rätsel im Volkspark
Was frisst ein Turmfalke am liebsten? Wie viel wiegt ein Biber? Und wie paaren sich eigentlich Libellen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Besucher auf dem neuen „Erlebnispfad Stadtnatur“ im Berliner Volkspark Jungfernheide.

Das schwierigste Rätsel ist allerdings die Frage nach dem Preis: 100.000 Euro kostete das Pilotprojekt mit zehn geschnitzten Holzstelen, QR-Codes, Website und Faltplan. Die Stelen selbst schlugen nur mit 10.000 Euro zu Buche – der große Rest floss vor allem in die Konzeption. Eine vorgeschriebene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung? Die Antwort des Bezirksamts bestand aus nur einem Wort: „Fehlanzeige“.

Immerhin gibt es auf dem Erlebnispfad am Ende ein Lösungswort. Bei der Frage, ob ein paar Schautafeln nicht auch gereicht hätten, rätseln wir dagegen noch. Dieser Fall steht nicht im neuen Schwarzbuch. 100 andere Fälle schon – manche kurios, viele ärgerlich und einige so unglaublich, dass man zweimal hinschauen muss. Bei uns können Sie aber noch mehr – nachlesen!

Nebenkosten? Von wegen Nebensache!
Wer dachte, nach Miete, Kreditrate oder Kaufpreis sei das Gröbste geschafft, hat die Rechnung ohne Wasser, Abwasser, Müll, Rundfunkbeitrag und Grundsteuer gemacht. Denn auch das Drumherum wird immer teurer.

Unser Wohnnebenkosten-Vergleich zeigt: Ein Drei-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus zahlt 2026 ohne Grundsteuer durchschnittlich 1.492 Euro – rund 54 Euro mehr als im Vorjahr. Besonders kräftig langt Potsdam zu: Dort werden fast 1.985 Euro fällig. In Kiel sind es dagegen nur 1.251 Euro.

Mit Grundsteuer wird der Unterschied noch deutlicher: Zwischen Stuttgart als teuerster und Schwerin als günstigster Landeshauptstadt liegen mehr als 990 Euro im Jahr. Und seit 2016? Da sind die untersuchten Wohnnebenkosten im Durchschnitt um rund 25 Prozent gestiegen.

Wie teuer ist das Wohnen in Ihrer Landeshauptstadt – und wer dreht besonders kräftig an der Gebührenschraube? Lesen Sie jetzt alles zum Wohnnebenkosten-Vergleich 2026 kostenfrei.